Spinnmilben: Bewährte Tipps zum Schutz Ihrer Ernte

svilusky_optimizedSpinnmilben gehören zu den gefährlichsten Schädlingen, auf die ein Züchter stoßen kann. Diese winzigen und mit bloßem Auge fast unsichtbaren Spinnentiere können enorme Schäden anrichten und, wenn man sie nicht stoppt, die gesamte Ernte innerhalb weniger Wochen vernichten. In diesem Artikel schauen wir uns an, wie man Spinnmilben erkennt, warum sie gerade auf Ihren Pflanzen so gut gedeihen und wie man sie effektiv bekämpft.

Was sind Spinnmilben und warum sind sie so gefährlich?

Spinnmilben sind winzige Spinnentiere aus der Familie der Spinnmilben (Tetranychidae), deren häufigster Vertreter in Indoor-Zuchträumen sowie in Gärten die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) ist. Diese mikroskopischen Schädlinge werden nur etwa 0,4 mm groß, haben vier Beinpaare und je nach Art und Umgebung unterschiedliche Farben – von Grün und Gelb bis hin zu Rot.

Spinnmilben vermehren sich unglaublich schnell und können unter idealen Bedingungen (Wärme, Trockenheit) eine ganze Pflanze innerhalb weniger Wochen buchstäblich überziehen. Neben der Vermehrungsgeschwindigkeit liegt die Tücke der Spinnmilben auch darin, dass sie sich leicht in den Falten zwischen den Blättern verstecken. Das Weibchen schafft Unterschlüpfe in den Pflanzenspitzen oder zwischen den Blättern, wo es Eier ablegt. Daraus schlüpfen nach 3–15 Tagen Larven, die innerhalb weniger weiterer Tage auswachsen und die Kolonisierung fortsetzen. Bei hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit beschleunigt sich dieser Zyklus dramatisch. Daher sind Spinnmilben ein häufiges Problem gerade in geschlossenen Indoor-Räumen oder in Gewächshäusern.

Wie Sie erkennen, dass Sie es mit Spinnmilben zu tun haben

Spinnmilben auf Pflanzen zu entdecken ist schwierig, da man sie mit bloßem Auge oft nicht sieht. Was Sie jedoch keinesfalls übersehen sollten, sind die Warnsignale, die einen Spinnmilbenbefall begleiten:

  • Winzige gelblich-weiße Punkte auf den Blättern, vor allem auf der Unterseite, wo Spinnmilben am liebsten den Saft saugen.
  • Feine Gespinste zwischen den Blättern, an den Stielen und an den Pflanzenspitzen. Ein typisches Zeichen für einen starken Spinnmilbenbefall.
  • Welken und vorzeitiges Austrocknen der Blätter, selbst wenn die Pflanzen genug Wasser haben.

Natürliche Methoden zur Bekämpfung von Spinnmilben

Wenn Sie Spinnmilben an Ihren Pflanzen bemerkt haben, probieren Sie bewährte natürliche Verfahren aus, bevor Sie zur Chemie greifen. Sie sind schonend zur Natur und oft sehr effektiv:

  • Klimaveränderung: Spinnmilben mögen es trocken und warm. Wenn Sie indoor anbauen, senken Sie die Temperatur unter 25 °C und erhöhen Sie die relative Luftfeuchtigkeit auf 60–70 %, wodurch Sie deren Vermehrung verlangsamen. Auch eine bessere Luftzirkulation hilft, da sie den Insekten die Bewegung auf den Pflanzen erschwert.
  • Mechanische Reinigung: Spinnmilben lassen sich mechanisch von den Blättern entfernen, am einfachsten mit einem feuchten Tuch oder einem Staubsauger auf niedriger Stufe. Wenn möglich, versuchen Sie, die Pflanzen abzuduschen.
  • Biologischer Schutz: Gegen Spinnmilben sind auch Raubmilben wie persimilis, californicus, A. andersonii, N. fallacis und G. occidentalis sowie die Gallmücke der Art Feltiella acarisuga, außerdem Stethorus punctillium und Orius insidiosus wirksam.

Mittel gegen Spinnmilben

Bei starkem Spinnmilbenbefall ist es notwendig, zu Spritzmitteln zu greifen – aber auch hier haben Sie die Wahl zwischen schonenden und radikaleren Lösungen.

Natürliche Spritzmittel und Seifen gegen Spinnmilben

Diese Präparate sind umweltfreundlich und schützen die Pflanzen neben Spinnmilben auch vor Krankheitserregern und anderen Insekten. Zu den bewährten natürlichen Mitteln gegen Spinnmilben gehören:

Chemische Spritzmittel gegen Spinnmilben – Akarizide

Mittel, die direkt gegen saugende Insekten wie Spinnmilben bestimmt sind, nennen man Akarizide. Seien Sie jedoch vorsichtig bei der Anwendung an Pflanzen, die für den Verzehr bestimmt sind. Diese Mittel erfordern eine Wartezeit und können Ihre Gesundheit schädigen.

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