Phosphor (P): Bedeutung für Pflanzen, Behebung von Nährstoffmängeln und richtiges Düngen

Phosphormangel führt bei Pflanzen zum Absterben der Blätter, zu langsamem Wachstum und hemmt die Blüte. Lernen Sie, die ersten Symptome zu erkennen, und greifen Sie rechtzeitig ein, bevor sich der Phosphordefizit auf Ihren Ertrag auswirkt.

Phosphormangel (1)Phosphor ist ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen, den sie bei der Fotosynthese, der Atmung, der Übertragung und Speicherung von Energie, dem Zuckerstoffwechsel und der Zellteilung benötigen. Gemeinsam mit Stickstoff, Kalium, Kalzium, Magnesium und Schwefel zählt Phosphor zu den Makronährstoffen, die Pflanzen in den größten Mengen verbrauchen. Besonders unverzichtbar ist Phosphor während der Blüte, da sein Mangel zu erheblichen Ertragseinbußen führen kann. Phosphor unterstützt das Wachstum von Wurzeln und Stängeln, beeinflusst die allgemeine Vitalität der Pflanze und wird auch in den ersten Tagen nach der Keimung benötigt.

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Phosphormangel bei Pflanzen

Phosphormangel zeigt sich zuerst an älteren Blättern, da dieses Element in Pflanzen mobil ist. Die Blätter beginnen schlaff zu werden und verfärben sich zunächst dunkelgrün; später kommen violette und blaue Farbtöne hinzu. Die Blattspitzen rollen sich nach unten in Form einer Klaue ein, und schließlich beginnen die Blätter an den Rändern abzusterben. Bei Phosphormangel können sich auch die Blattstiele oder Stängel violett verfärben. Einige Sorten haben diese Färbung der Blattstiele und Stängel jedoch genetisch bedingt, sodass ihre Violettfärbung kein Anzeichen für Phosphormangel ist.

  • dunkelgrüne, klauenförmige Blätter
  • Blätter verfärben sich und trocknen an den Rändern aus
  • gekrümmte oder deformierte Blätter
  • langsames Wachstum und langsame Entwicklung der Blüten
  • Violettfärbung der Stängel und Blattstiele

Phosphormangel tritt am häufigsten beim Übergang in die Blüte und während der Blüte auf. In dieser Phase steigt der Phosphorverbrauch der Pflanzen stark an. Viele Grower verwenden daher während der Blüte PK-Booster, also Nahrungsergänzungen mit Phosphor und Kalium. Bei richtiger Anwendung können sie den Ertrag der Pflanzen deutlich steigern. Dennoch sollten sie mit Bedacht eingesetzt werden. Ein Phosphorüberschuss ist für Pflanzen giftig und zeigt sich durch eine dunkle Färbung, Chlorose und eine verlangsamte Entwicklung der Blätter. Die Blüten von Pflanzen, die mit Phosphor überdüngt wurden, können einen unangenehmen „metallischen“ Beigeschmack haben.

Phosphormangel tritt am häufigsten bei Pflanzen auf, die hydroponisch sowie in Kokos- oder inerten Substraten angebaut werden. Ursache ist meist ein falscher pH-Wert des Substrats oder der Nährlösung, ein niedriger EC-Wert der Lösung oder ein ungeeigneter Dünger für die jeweilige Wachstumsphase. Beim Anbau im Freien haben Pflanzen im Boden normalerweise ausreichend Phosphor zur Verfügung. Die Aufnahme dieses Elements wird jedoch von der Temperatur beeinflusst, und bei kaltem Wetter können die Wurzeln Schwierigkeiten bei der Aufnahme haben. Ebenso kann ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert des Bodens die Ursache für Probleme mit der Nährstoffversorgung sein.

So versorgen Sie Pflanzen mit Phosphor

Die schnellste Möglichkeit, Pflanzen mit Phosphor zu versorgen, ist die Verwendung von in Wasser löslichen Düngern mit phosphorhaltigen Mineralsalzen. Große Mengen an schnell verfügbarem Phosphor enthalten bereits die erwähnten PK-Booster sowie Blütedünger.

Denken Sie daran, dass die Wahl des Düngers Ihrer Anbauweise und dem Substrat entsprechen sollte. Mineraldünger sollten nur beim Indoor-Anbau, in Töpfen und bei der Hydroponik verwendet werden. Im Freilandboden, zum Beispiel in Beeten, sollten sie nur in notwendigen Fällen eingesetzt werden, da Mineralsalze Bodenmikroorganismen schädigen und natürliche Prozesse beeinträchtigen. Beim Outdoor- und Bio-Anbau ist Fledermausguano eine hervorragende organische Möglichkeit, den Phosphorgehalt im Boden zu erhöhen. Etwas langsamer wirkt Kalkdolomit, der jedoch den Vorteil hat, bei Bedarf den pH-Wert saurer Böden zu erhöhen.

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Denken Sie daran, dass Nährstoffmängel viele Ursachen haben können und ihre richtige Behebung zumindest grundlegende Kenntnisse der Grundlagen der Pflanzenernährung voraussetzt. Weitere Tipps und Anleitungen für Outdoor- und Indoor-Grower finden Sie im Higarden-Blog.