Drei Pflanzen draußen! Bereiten Sie sich mit Higarden auf die Outdoor-Saison vor.
Die erste legale Outdoor-Saison klopft bereits langsam an die Tür. Möchten Sie dieses Jahr zum ersten Mal den Outdoor-Anbau ausprobieren und wissen nicht, wie Sie den richtigen Standort oder den passenden Zeitpunkt für die Auspflanzung wählen sollen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit dem Outdoor-Anbau beginnen, und verraten Ihnen einige Tricks professioneller Grower.
Der Outdoor-Anbau hat gegenüber dem Indoor-Anbau den entscheidenden Vorteil, dass die Natur einen wesentlichen Teil der Arbeit für Sie übernimmt. Sonne, Wind und Regen sind kostenlos, und gesunder Boden benötigt keine teuren Dünger. Damit Sie die Kraft der Natur jedoch optimal nutzen können, dürfen Sie den Start der Saison nicht unterschätzen.
Wo Sie Outdoor anbauen können
Der Standort für den Outdoor-Anbau sollte einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen. In erster Linie benötigen die Pflanzen möglichst viel Sonnenlicht. Wenn Sie sie in eine schattige Ecke des Gartens setzen, wachsen sie langsam und bleiben kümmerlich. Achten Sie daher darauf, dass der Anbauplatz nach Süden ausgerichtet und nicht beschattet ist.
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Neben Sonne benötigen die Pflanzen auch einen hochwertigen Boden mit ausreichend Nährstoffen. Am besten gedeihen sie in einem lockeren, humusreichen Substrat. Zu lehmiger oder sandiger Boden ist für den Anbau ungeeignet und sollte besser durch Gartensubstrat für den Outdoor-Anbau ersetzt werden. Alternativ können Sie die Pflanzen in ein Hochbeet oder einen Pflanztopf setzen. Ist es besser, Outdoor im Beet, im Gewächshaus oder im Pflanztopf anzubauen? Jede der genannten Methoden hat ihre Vor- und Nachteile.
Beet: Der Anbau im Beet in natürlichem Boden ist für die Pflanzen die natürlichste Methode. Ihre Wurzeln können sich ungehindert ausbreiten. Wenn sie ausreichend Nährstoffe, Wasser und Sonne erhalten, steht einem Wachstum bis zu ihrer maximalen Größe nichts im Weg. Der Nachteil des Anbaus unter freiem Himmel besteht darin, dass die Pflanzen während des gesamten Anbauzyklus den Launen des Wetters ausgesetzt sind. Das größte Risiko stellen Bodenfröste in den ersten Lebenswochen, starke Windböen sowie Gewitter und Regen in der Zeit vor der Ernte dar.
Gewächshaus: Der Vorteil eines Gewächshauses sind die höheren Temperaturen und die geschützte Umgebung. Im Frühjahr können Sie im Gewächshaus etwas früher mit dem Anbau beginnen als unter freiem Himmel. Pflanzen, die im Gewächshaus angebaut werden, haben während der Wachstumsphase in der Regel einen deutlichen Vorsprung gegenüber Pflanzen an einem ungeschützten Standort. Ein weiterer großer Vorteil des Anbaus im Gewächshaus ist der Schutz der Pflanzen vor Wind und Regen.
Pflanztöpfe: Der Outdoor-Anbau im Pflanztopf ist eine Lösung für alle, die keinen geeigneten Platz im Garten haben oder auf dem Balkon beziehungsweise auf der Terrasse des Hauses anbauen möchten. Für den Outdoor-Anbau können Sie Kunststoff- oder Stofftöpfe verwenden oder direkt in einem Sack mit Pflanzsubstrat anbauen. Verzichten Sie auf Keramik- oder Steintöpfe. Verwenden Sie für den Outdoor-Anbau Pflanzgefäße mit einem Volumen von mindestens 15 Litern, damit das Substrat nicht zu schnell austrocknet. Wenn Sie die Pflanzen in einen zu kleinen Pflanztopf setzen, kippen sie leicht um, und die Erde trocknet in der Sonne innerhalb weniger Stunden aus.
Setzen Sie die Jungpflanzen zunächst indoor vor
Nur wenige Grower säen das Saatgut direkt in die Erde. Die meisten lassen das Saatgut zu Hause in der Sicherheit und Wärme der eigenen vier Wände keimen und setzen die Jungpflanzen erst dann ins Freie, wenn sie etwas größer und kräftiger geworden sind. Sie können die Jungpflanzen auf der Fensterbank oder im Wintergarten vorziehen, am besten gedeihen sie jedoch in einer Anzuchtstation. Eine Anzuchtstation ist ein kleines Kunststoffgewächshaus für die Keimung von Saatgut und junge Pflanzen. Der Vorteil des kleinen Raums besteht darin, dass Sie darin problemlos eine hohe Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten können, die das Saatgut zum Keimen benötigt.
Sie können auf einer Papierserviette keimen, geeigneter sind jedoch Anzuchtwürfel oder Jiffy, bei denen nicht die Gefahr besteht, dass Sie beim Umpflanzen des gekeimten Saatguts den Keimling beschädigen. Einige Tage nach dem Keimen können Sie die kleinen Pflanzen ins Freie oder unter künstliche Beleuchtung in die Growbox, ans Fenster oder in den Wintergarten setzen, wo Sie daraus größere Jungpflanzen vorziehen.
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Wann Sie Saatgut keimen lassen und die Pflanzen ins Freie setzen sollten
Die Bedingungen für den Outdoor-Anbau sind bei uns ungefähr von Ende April bis Anfang November gegeben. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass ungünstiges Wetter die Saison erheblich verkürzen kann. Photoperiodische Sorten können Sie bereits im April und Mai keimen lassen. Ins Freie setzen können Sie sie ungefähr in der zweiten Maihälfte nach den drei Eisheiligen, wie es die Bauernregel empfiehlt.
Bis dahin können Sie die Jungpflanzen auf der Fensterbank stehen lassen, am besten gedeihen sie jedoch in einem Growzelt unter künstlicher Beleuchtung. Dafür genügt ein TLED-Anzuchtlicht mit einer Leistung von einigen Dutzend Watt und einem Wachstumsspektrum, das den Jungpflanzen ausreichend Energie für ein kräftiges Wachstum liefert. Wenn Sie die Jungpflanzen in einer Growbox unterbringen und dort die Luftfeuchtigkeit bei etwa 60 bis 70 % halten, wachsen sie noch schneller. Beleuchten Sie die Jungpflanzen täglich 16 bis 18 Stunden lang.
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Beim Outdoor-Anbau von Autoflower-Sorten müssen Sie eine etwas andere Strategie wählen. Diese beginnen unabhängig von der Tageslänge etwa 3 bis 5 Wochen nach dem Keimen des Saatguts zu blühen. Daher ist es wichtig, dass selbstblühende Sorten in den ersten Lebenswochen möglichst gute Bedingungen für ein schnelles Wachstum haben. Wenn Sie sie zu früh ins Freie setzen, werden sie nicht ausreichend groß und die Ernte fällt gering aus. Deshalb lässt die Mehrheit der Grower Autoflower-Sorten erst in der zweiten Maihälfte keimen und setzt sie dann ins Freie. Denken Sie daran, dass Autoflower-Sorten nicht umgepflanzt werden sollten und nach dem Keimen direkt an den endgültigen Standort gesetzt werden müssen. Sie können selbstblühende Sorten jedoch auch indoor vorziehen, wenn Sie sie in einen großen Pflanztopf setzen, in dem Sie sie anschließend ins Freie bringen. Auf diese Weise lassen sich auch bei uns 2 bis 3 Ernten pro Saison erzielen.
Weitere Ratschläge zum legalen Anbau sowie Anleitungen für Anfänger und fortgeschrittene Grower finden Sie im Higarden-Blog.